Die Einhaltung der EU Bioziodgesetzgebung hat höchste Priorität - zu unserem Schutz und dem der Umwelt
Gesetze und Normen sind nie Diskret
Meine langjährige Erfahrung und Fachwissen bürgt dafür, dass es zu keiner Vergiftung oder Umweltbeeinträchtigung durch toxische Stoffe kommen kann
In der Schädlingsbekämpfung muss man sagen “Gut dass es sie gibt”. Warum?
Nun es trennt die Spreu vom Weizen, den Cowboy vom Banditen und den Fahrlässigen vom Profi. Und genau das ist bei der Anwendung von toxischen Stoffen egal ob in einem Lebensmittelbetrieb oder bei ihnen zuhause von höchster Wichtigkeit.
Diese Regulierungen sind zwar manchmal schwer nachzuvollziehen, aber der Ansatz, toxische Stoffe die die Umwelt belasten, sich in dieser und auch in anderen Lebewesen anreichern und nur schwer abbaubar (persistent) sind, zu minimieren ist kein schlechter Plan (ich würd sagen: “des is net deppat”)
Das Verbot der Abgabe von Mäuse und Rattenbekämpfungsmittel (Rodentizide) für den privaten Gebrauch, ist natürlich ein grober Einschnitt, aber am Ende vom Tag muss man eigentlich froh sein, dass “Mitbürger” nicht wahllos Gift kaufen, irgendwo, irgendwie auslegen und dabei vergessen, dass Haustiere speziell Hunde diese sehr attraktiv finden.
Das Biozidproduktegesetz (BGBL 105 idgF) und in der Folge die EU-Biozidprodukteverordnung (EU 528/2012 BPV) regelt den Einsatz von “leben abtötenden Stoffen” sehr genau und präzise - und das ist gut so. Für Österreich gibt es eine Liste von zugelassenen Produkten, also die Mutter aller Dinge in Sachen Biozidprodukte.
Zudem gibt es auch für jedes Produkt spezifische Anwendungsbestimmungen, also was darf man wann, wo, wie und in welcher Menge ausbringen. Ziel ist es immer das Risiko von Sekundärvergiftungen zu reduzieren und Nichtzieltiere (Haustiere und geschützte Arten wie Bienen oder Greifvögel) zu schützen.
Wers noch genauer haben will findet unter biozide.at eine gute Plattform zum Nachlesen
Es gibt natürlich auch eine Norm für professionelle Schädlingsbekämpfung - die EN16636 (ÖNORM 16636)
An deren Erstellung durfte ich 5 Jahre lang als Vorsitzender der Gruppe am österreichischen Normungsinstitut mitarbeiten und nach deren Veröffentlichung war das Unternehmen, für das ich früher tätig war, eines der ersten, das sich zertifizieren ließ - natürlich erfolgreich. Zusammen mit Kollegen aus ganz Europa haben wir einen Standard entwickelt, der zum einen klare Richtlinien enthält, zum anderen aber auch ein praktisches Handbuch darstellt, wie eine professionelle Schädlingsbekämpfung auszusehen hat.
Ziel der Norm ist es, den Schutz der öffentlichen Gesundheit, der Sachwerte und der Umwelt durch professionelle Abläufe und fachliche Kompetenz sicherzustellen.
Die Abläufe sind wie folgt geregelt:
1.)Ursachenforschung: Vor jeder Maßnahme muss eine gründliche Inspektion erfolgen, um Schädlinge, Befallsstärke und Ursachen zu identifizieren.
2.)Gefährdungsbeurteilung: Bewertung der Risiken für Menschen (insbesondere Kinder), Haustiere, Umwelt und Lebensmittel.
3.)Aktionsplan: der die Bekämpfungschritte, die eingesetzten Mittel und Präventionsmaßnahmen definiert.
4.)Durchführung: Fachgerechte Anwendung der Maßnahmen unter Einhaltung des Tierschutzes und des Chemikaliengesetzes (speziell der Biozidprodukteverordnung)
5.) Bewertung & Bestätigung: Überprüfung des Erfolgs und formeller Abschluss der Dienstleistung.
Wenn man das alles drauf hat, ergänzt man es noch durch die Prinzipien des IPM (Integrated Pest Management). Was soviel heißt wie:
Kann ich durch präventive (vorbeugende) Maßnahmen den Befall bereits reduzieren? Das heißt in der Praxis: kann ich durch bauliche oder hygienische Maßnahmen den Befall bereits reduzieren oder gar tilgen?
Kann ich mithilfe nicht toxischer Substanzen (Schlagfallen,Hitze, Absaugen,....) den Befall tilgen?
Wenn das nicht möglich ich, muss der Einsatz von Bioziden auf ein notwendiges Mindestmaß beschränkt werden und die Maßnahmen müssen ausreichend Dokumentiert werden
Wenn möglich hat eine Dekontaminierung stattzufinden
Natürlich müssen Reste ordnungsgemäß entsorgt werden
Darüber hinaus gibt es viele Standards nach denen die Lebensmittelindustrie zertifiziert ist und laufend rezertifiziert wird. Diese sind u.a. IFS, BRC, AIB, ….
Ja - soweit geht Schädlingsbekämpfung mittlerweile. Das klassische Bild vom Kammerjäger hat sich gewandelt - und das ist gut so.
Darum lassen sie den Profi ran lassen:
Gesundheit: Minimierung des Risikos von Pestizidrückständen für Bewohner/Mitarbeiter
Nachhaltigkeit: Verhindert die Bildung von Resistenzen bei Schädlingen.